Woran erkennst du ein gutes Magnesium?

7. Februar 2017

Magnesium ist das Supplement, welches am häufigsten konsumiert wird. Jeder wird schonmal bei auftretenden Muskelkrämpfen zu einem Magnesiumpräparat gegriffen haben. Doch worauf sollte man beim Kauf eines Magnesiumproduktes achten?

Nach einem kurzen Überblick der Funktionen von Magnesium und der Frage, ob wir überhaupt zusätzliches Magnesium benötigen, folgen eine Reihe unterschiedlicher Magnesiumformen und ihre Wirkweisen.

Die Bedeutung von Magnesium erschließt sich allein aus der Tatsache, dass es an ca. 300 enzymatischen Prozessen im menschlichen Körper beteiligt ist.

Dazu gehört unter anderem:

Energiestoffwechsel

Testosteronproduktion

Eiweißsynthese

reduziert Entzündungen

und viele mehr

Zuallererst stellt sich die Frage, aus welchen Gründen es überhaupt Sinn macht, Magnesium zu supplementieren. Grund Nummer 1 ist die Tatsache, dass der Magnesiumanteil in Lebensmitteln (vor allem Gemüse) in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen ist. Ursachen dafür sind Übersättigung der Böden, unvollständige Reifung und Pestizideinsatz. Konträr dazu verhält sich unser Bedarf an Magnesium – dieser wird nämlich immer größer. Der wesentliche Grund dafür ist ganz einfach Stress. Lange Arbeitszeiten, Termindruck, Straßenverkehr, ständige Erreichbarkeit über Handy oder Email – die Leistungsgesellschaft zeigt sich in vielen Facetten. Vereinfacht gesagt: Stress verbraucht Magnesium und erhöht somit deinen Magnesiumbedarf. Darauf basierend empfehle ich Magnesium zusätzlich zuzuführen.

Wie wirken welche Magnesiumformen?

Magnesiumcitrat

Magnesiumcitrat besitzt eine hohe Bioverfügbarkeit und ist eine der am schnellsten verfügbaren Magnesiumformen. Nachteil ist, dass Magnesiumcitrat bei Überdosierung abführend wirken kann.

Magnesiumcarbonat

Die Bioverfügbarkeit von Magnesiumcarbonat ist geringer im Vergleich zu Citrat. Allerdings hat es die positive Eigenschaft, dass es über Stunden hinweg resorbiert wird. Darüber hinaus wirkt Magnesiumcarbonat säurehemmend.

Magnesiumbisglycinat

Magnesiumbisglycinat oder auch Magnesiumchelat ist das am besten verträgliche Magnesium und weist eine der höchsten Bioverfügbarkeiten auf. Der Grund dafür ist die Tatsache, dass Magnesium an die Aminosäure Glycin gebunden ist und dadurch auf andere Resorptionswege angewiesen ist als andere Mineralstoffe. Glycin sorgt dafür, dass die Schleimhäute im Verdauungstrakt geschützt werden.

Darüber hinaus hat Magnesiumbisglycinat positiven Einfluss auf den Schlaf. Der Neurotransmitter Serotonin wird vermehrt ausgestoßen, welcher der Ausgangsstoff für Melatonin ist – das hormon, welches uns in den Tiefschlaf bringt.

Magnesiumorotat

Magnesiumorotat wirkt unterstützend bei der Vorbeugung sowie Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen. Optimalerweise wird Magnesiumorotat in Kombination mit Kalium konsumiert, was zur Folge hat, dass die Wirkung verstärkt wird und die Resorption in die Zelle verbessert wird.

Magnesiumoxid

Magnesiumoxid ist die wohl bekannteste Magnesiumform, welche zudem üblicherweise in gängigen Magnesiumpräparaten in Supermärkten verwendet werden. Magnesiumoxid verfügt über keine besonderen Eigenschaften und wirkt in höheren Dosen abführend.

Magnesium-Malat

Magnesiums-Malat wirkt nachweislich sehr positiv gegen Ermüdungserscheinungen.

Malate sind Salze der Apfelsäure. Durch die Verbindung hat Magnesium-Malat eine hohe Bioverfügbarkeit. Darüber hinaus spielen die Salze der Apfelsäure eine wichtige Rolle bei der Energieproduktion in unseren Zellen.

Magnesiumaspartat

Magnesiumaspartat hat entspannungsfördernde Wirkungen insbesondere bei verspannter Muskulatur. Zudem ist es zusammen mit Calcium für den Knochenbau verantwortlich.

Magnesiumtaurat

Durch die Kombination mit der Aminosäure Taurin ist die Bioverfügbarkeit dieser Magnesiumform sehr hoch. Zudem spielt Taurin eine wesentliche Rolle beim Schutz von Muskelzellen und -gewebe sowie Herz und Augen.

Magnesiumthreonat

Diese Magnesiumform hat einen positiven Einfluss auf unsere Gedächtnisfunktion. Zum einen können alte Erinnerungen schneller abgerufen werden, zum anderen wird der altersbedingte Gedächtnisverlust gehemmt.

Fazit: Die Wahl eines Magnesiumsupplements sollte sich stets nach dem Ziel richten und nicht nach dem günstigsten Preis. Des weiteren ist die Kombination von verschiedenen Magnesiumformen mit hoher Bioverfügbarkeit empfehlenswert, da unterschiedliche Resorptionswege genutzt werden müssen und dadurch gleichzeitig die Resoptionsrate steigt.

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